Zu oft »Putin« geschrieben – EU verhängt Sanktionen gegen den SPIEGEL

Alle 28 Botschafter der EU haben sich am Dienstag einstimmig auf ein dreistufiges Sanktionspaket gegen das deutsche Traditionsmagazin »DER SPIEGEL« geeinigt. Die Begründung: Der Spiegel habe in den letzten Wochen den Begriff »Putin« zu oft geschrieben.

Die erste Sanktionsstufe umfasst die Sperrung der Konten von Chefredakteur Wolfgang B. und den beiden Geschäftsführern von SpiegelOnline Matthias S. und Katharina B.. Des weiteren werden die Smartphones und die geleasten Geschäftsfahrzeuge der drei Mitarbeiter eingezogen. Zudem wird wird das Chronik-Headerbild in ihren privaten Facebook Accounts mit einem Banner »Putin-Erwähner/in« ausgetauscht.

In naher Vergangenheit hatte der Spiegel dem russischen Diktator immer wieder zu medialer Aufmerksamkeit verholfen. Ob auf den Titeln seiner Print-Ausgabe oder in den Artikeln seiner Online-Ausgabe. Einen Kriegstreiber der sich nach dem Wille einer Volksabstimmung richte und die autonome Region »Krim« Russland zuschreibe, dürfe man nicht  hundertfach nennen, so die Begründung der EU-Sprecher.

»MediaWatch«, die zuständige Abteilung der der EU-Sanktionbehörde, werde in den nächsten Wochen die Publikationen des Spiegel genauer beobachten. Sollte das Magazin den Begriff »Putin« nicht vermeiden, werde Sanktionsstufe zwei aktiviert – eine Abschaltung von SpiegelOnline und ein Verkaufstopp des Magazins. Man achte darauf, dass der Spiegel nicht auf alternative Begriffe wie »Russlands Diktator«, »der Hetzer aus dem Osten«, »russischer Alleinherscher« oder »Kriegs-Iwan« ausweiche. Falls doch, werde die dritte und letzte Stufe der Strafmaßnahmen aktiviert: Sippenhaft und die Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft für Jan F. und den engsten Kreis der Spiegel-Redaktion.