Sepp Blatter wird neuer Vorstandsvorsitzender bei VW

Unmittelbar nach der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch bei VW und dem anschliessenden Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wurde der Schweizer Sepp Blatter zum neuen Führer des Automobilkonzerns berufen. Der bisherige FIFA-Präsident erhielt den Vorzug gegenüber Porsche-Chef Matthias Müller, der als Kandidat auf die Spitze des Volkswagen Vorstands gehandelt wurde.

Sepp Blatter kündigte an, den Abgasskandal vollständig und rückstandslos aufzuklären. Um das Image von Europas grössten Autobauer wieder herzustellen wird er Volkswagen in einen gemeinnützigen Verein nach Vorbild des ADAC und der FIFA umwandeln. Bisambiss liegt ein Auszug des Entwurfs der Vereinssatzung vor.

Ziel des Volkswagen e.V. ist es, Menschen weltweit mit sparsamen, umweltfreundlichen und effizienten Autos zu versorgen.

In seinem Strategiepapier »VW morgen und übermorgen« kündigte der gebürtige Walliser an: »Unsere Ingenieure werden das ‚defeat gerät‘ noch besser verstecken und die Software noch besser machen, dass sie nicht nur Prüfstandssituationen erkennt, sondern auch arbeitet, wenn Mitarbeiter eines Umweltinstituts – wie etwas Peter Mock vom International Council on Clean Transportation (ICCT) – am Fahrzeug Abgasmessungen vornehmen.

Sieht nachdenklich aus, hat die Lösung für VW aber parat. Spätrentner Sepp Blatter.

Sieht nachdenklich aus, hat die Lösung für VW aber parat. Spätrentner Sepp Blatter.

 

Autoexperten rätseln über die Motive des 79-jährigen Fussballfunktionärs. Seine FIFA galt als vorbildlich geführte Sportorganisation, die erst kürzlich eine Korruptionsaffäre überstanden hatte. Die interne Ethik-Kommission hatte die Machenschaften eines nicht korrupten Mitglieds aufgedeckt, das mit seinem Verhalten die Organisation gelähmt hatte.

Dass US-Medien statt »Volkswagen« nur noch von den »Software cheaters from Wolfscastle« schrieben, sah Sepp Blatter offenbar als letzte Herausforderung seiner Managerkarriere an. Der VW-Vorstand bezeichnete den charismatischen Chef des Weltfußballverband als die »ideale Besetzung für den Neuanfang«. Er verfüge über enge Kontakte zur US-Staatsanwältin Loretta Lynch, die höchst wahrscheinlich den deutschen Automobilhersteller verklagen wird.

Bei der Pressekonferenz setzte Sepp Blatter ein Lächeln auf und sagte in Richtung seines ehemaligen Arbeitgebers: »Ich habe ein Abschiedsgeschenk für Euch. Ihr bekommt einen neuen Sponsor. Wer es wird, darf ich aus vertragsrechtlichen Gründen noch nicht verraten. Nur soviel, es handelt sich um einen grossen deutschen Automobilhersteller.«