OSRAM spendet 10.000 LED-Lampen für Dunkeldeutschland

Der helldeutsche Leuchtmittelhersteller Osram spendete nach der Entdeckung von unterbelichteten Gegenden in Ostdeutschland 10.000 Lampen des Typs PARATHOM advanced CLASSIC A mit neuester LED-Technologie.

Dr. Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender des Münchner Leuchtmittelherstellers sagte, dass es zur Unternehmensphilosophie gehöre, nicht nur zu Nehmen sondern auch zu Geben. Zurückgeben an die Mitbürger, mit dessen Hilfe man gross und hell geworden sei. Der Spender zeigte sich bescheiden und sagte: »Ich weiss, dass wir fehlendes Sonnenlicht nicht ersetzen können, aber wenigstens nachts werden es nun einige Bundesbürger heller haben«.

Entspannen, direkt an der Grenze zwischen Dunkeldeutschland (rechts) und Helldeutschland (links).

Entspannen, direkt an der Grenze zwischen Dunkeldeutschland (rechts) und Helldeutschland (links).

Nach dem Ende der DDR waren die dunklen Gegenden Deutschlands in Vergessenheit geraten. Erst durch den mutigen Auftritt des Bundespräsidenten Joachim Gauck im August diesen Jahres, wurden die lichtarmen Gegenden Deutschlands neu entdeckt und unter dem Begriff »Dunkeldeutschland« zusammengefasst.

Um mehr über diese, selbst Deutschlandforschern weitgehend unbekannten Gebiete des spärlichen Lichts zu erfahren, setzte die Bundesregierung eine Expertengruppe »Licht an in Dunkeldeutschland« ein. Dies soll die geographischen, soziologischen und interkulturellen Eigenarten der Region und der dort lebenden Unterbelichteten erforschen. Einer der hellsten Wissenschaftler der Bundesrepublik, Diemar Bauer von der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, berichtet aus seiner Feldforschung: »Ein einzigartiges Naturphänomen. Wir sind tagelang durch den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gefahren ohne auch nur einen Lichtblick.«

Die Bundesregierung begrüsste die Spendenaktion des deutschen Vorzeigeunternehmens und versprach eine touristische Karte zu veröffentlichen auf der sämtliche Teilregionen des lichtschwachen Dunkeldeutschlands einzusehen seien.

Aus dem Hause Osram hiess es weiter, man sei bereit die Spendenaktion auszuweiten. Etwa für den Fall, dass die Expertenkommission weitere Gegenden in Deutschland entdecken würden, in denen die Menschen an Fremdenfeindlichkeit in Folge von Lichtmangel leiden.

Im Hotel »Zum Kronleuchter« in Heidenau, das direkt im Herzen Dunkeldeutschlands liegt, ging ein Anruf eines amerikanischen Touristen ein. Er fragte, ob er für einen Besuch von Dunkeldeutschland eine Taschenlampe mitbringen solle.