Angela Merkel lässt deutsches Volk abstimmen, ob Griechenland im Euro bleiben darf

Angela Merkel hat in den letzten fünf Jahren nicht nur 186 Verhandlungsrunden zwischen den griechischen Regierungen und der Troika, bestehend aus Europäischer Zentralbank, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Kommission, überlebt. Sie hat die Verhandlungen angeführt. Sie stellte die Ultimatums an Giorgos Papandreou, Loukas Papadimos, Panagiotis Pikrammenos, Andonis Samaras und Alexis Tsipras. Sie sagte Christine Lagarde, was diese den Griechen zu sagen habe.

Jetzt hat die EZB die Kreditlinie für griechische Banken nicht weiter erhöht. Griechische Bankkunden dürfen nur noch 60 € täglich am Geldautomaten abheben. Wo ist die starke Leaderin jetzt? Weder wandern mit Reinhold Messner in Südtirol noch bei einer Rotweinverkostung in Ischia. Per Videobotschaft teile die größte Deutsche am heutigen Montag mit, dass die Bundesregierung bereits kommenden Sonntag einen Volksentscheid durchführen wird, bei dem alle Bürger der BRD über den Verbleib Griechenlands in der europäischen Union abstimmen sollen.

Der griechische Ministerpräsident Alex Tsipras war gerade dabei die 79. Version seines Reformaßnahmenkatalogs aus alten Versionen neu zu komponieren, als er von dem deutschen Vorpressen erfuhr. Dass er endlich bereit war die Mehrwertsteuer für Delphinfleisch verarbeitende Betriebe von 19% auf 20% zu erhöhen interessierte Angela Merkel nicht mehr. In einem Telefonat mit seiner deutschen Kollegin sagte Tsipras: »Wir haben der Welt die Demokratie geschenkt. Jetzt spendiert Ihr Deutschen uns eine Volksabstimmung. Alleine dieses Referendum würde uns mehrere Millionen Euro kosten. Es freut mich, dass Du und die Deutschen das übernehmt. Wir sparen damit 15 Millionen… Euro.«

Auf der Website der Bundesregierung wurde die Frage des Referendums veröffentlicht:

»Mit welcher Währung soll der Grieche und die Griechin in Zukunft bezahlen?«

 a) Euro

 b) Drachme

Im Internet kursierte eine Urfassung der Frage

»Die Griechen sollen in der EU…«

 a) drin bleiben

 b) draußen bleiben

Die Existenz dieser Urfassung wurde vom Bundeskanzleramt dementiert.

Aus der Union kam Lob für die Kanzlerin. Kanzleramtssprecher Steffen Seibert sagte: Wenn Menschen sich in Griechenland fürchten morgen kein Brot mehr kaufen zu könenn, braucht es starke Führungspersönlichkeiten, die dem Volk das Vertrauen zurückgeben. Nächsten Montag werden unsere griechischen Nachbarn wieder Gewissheit haben mit welcher Währung sie das Brot bezahlen müssen.«